Freisinger Wochenmarkt – alles regional?

Wie komme ich hin?

Gestern war es wieder so weit: Samstagmorgen oder mit anderen Worten es ist der Start ins Wochenende. Für unsere kleine Familie bedeutet dies … einkaufen, einkaufen einkaufen. Wir brauchen schließlich etwas zu essen. Aber wo fahren wir hin? Wollen wir wie gewöhnlich in den Supermarkt? Ich schaue auf die Uhr und bemerke: Heute sind wir zeitig. Wir haben nach dem Frühstück (inkl. füttern unseres kleinen Sohnemanns) erst 10 Uhr. Das ist außergewöhnlich früh, deshalb fahren wir nun auf den Wochenmarkt! Jetzt brauchen wir nur noch rund 20 Minuten, um alles für unseren Trip zusammenzupacken. Und dann geht’s ab zur S-Bahn. Mit Kind kann man hier locker die doppelte Zeit einkalkulieren. Um 10.40 Uhr fährt unsere S-Bahn. Wir schaffen es gerade noch. Nach 5 Minuten erreichen wir die nächstgrößere Stadt Freising. Jetzt brauchen wir nur noch 15 Minuten, dann haben wir den Wochenmarkt erreicht. Ich schaue wieder auf die Uhr – es ist 11.05 Uhr.

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Was gibt es?

Wir haben Anfang Februar. Zunächst schauen wir uns etwas um. Neben den vielen angebotenen Obst- und Gemüsesorten finden wir Blumen, Honig und Käse direkt vom Erzeuger. An weiteren Ständen entdecken wir eine große Auswahl an Oliven und Antipasti, Fleisch und Wurst sowie Meeresfrüchte. Da ich neben unserem kleinen Familienausflug auch für isst-regional unterwegs bin, stellt sich mir die Frage, woher die Anbieter stammen und ob die Lebensmittel auch aus der Region sind.

Was finden wir vor?

Jeder hat die Möglichkeit, mit einem angemeldeten Reisegewerbe und einer Standerlaubnis auf dem lokalen Wochenmarkt Waren anzubieten (Vgl. §55 GewO). Das bedeutet in Bezug auf die Regionalität der angebotenen Produkte: Die Lebensmittel auf dem Wochenmarkt können regional sein oder auch nicht.
Fast alle Händler auf unserem Wochenmarkt in Freising kommen aber aus dem näheren Umfeld. Das bedeutet bis maximal 25km Entfernung. Nur ein Anbieter „Wildhandel Josef Fischer“ kommt aus dem 110km entfernten Pfarrkirchen in Niederbayern.

Markt ist nicht gleich Markt

Vergleicht man einmal exemplarisch die Stände der Obst- und Gemüsehändler, dann kann man bereits gravierende Unterschiede feststellen. Der Naturgarten Schönegge aus Nandlstadt ist selbst Erzeuger von Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau. Neben den eigenen Produkten kann man hier auch Waren anderer regionaler und überregionaler Erzeuger erstehen. Allen gemein ist die Bio-Zertifizierung. Bei dem Stand Schweigers Früchte aus Freising erhält man hochpreisige und hochklassige Früchte der ganzen Welt. Diese werden meist auf dem Münchener Großmarkt eingekauft. Der Betreiber verspricht, soweit möglich, regional erzeugte Produkte im Sortiment. Bei Erkan Obst & Gemüse aus Moosburg gibt es ebenfalls Ware vom Großmarkt. Ob hier regionale Produkte angeboten werden, konnte ich nicht feststellen. Das ist möglich, da auf den Großmärkten auch Regionales angeboten wird. Jedenfalls kann man an diesem Stand am günstigsten einkaufen.

Zu guter letzt…

Damit wir nicht mit leeren Händen nach Hause kommen kaufe ich am Ende doch noch etwas ein. Eine Stange Lauch und einen Hokkaido Kürbis für 5,50 €. Nach meiner Frage nach der Herkunft wurde mir am Stand von Schweigers Früchte mitgeteilt, dass mein Gemüse aus Italien komme. Das ganze hätte es im Supermarkt wahrscheinlich billiger gegeben. Das ganze hätte aber nicht so viel Spaß gemacht 😉

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